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   Autor  Thema: Der Hafen zu Drachenauge (Das Tor zur weiten Welt!) (Gelesen 13928 mal)
Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #675 am: Do., 11. Jul 2019, 00:21 »

„Kompensation, sicher“, stimmte Pfenningfuchser zu. Nichts war effektiver als die Erwähnung von Kosten, wenn es darum ging ihn in seinem Eifer zu bremsen. „Wie wäre es mit einer Hafenlizenz, die Euch dazu berechtigt hier Handel zu treiben? Und Waren im Wert von… sagen wir 50 weiteren Goldmünzen. Wobei Ihr natürlich verstehen müsst, dass die Auswahl nach der Hafenblockade etwas dürftig ist. Aber das Guthaben verfällt nicht. Ihr könnt es einsetzen sobald Waren, die Euch interessieren, unseren Hafen erreichen.“

Die Vorführung des doppelten Hafenmeisters war beeindruckend und Ben Halassi kämpfte vergeblich darum, sich nicht anmerken zu lassen, dass sie ihre Wirkung nicht verfehlte. Bei der Erwähnung von Unterwasserangriffen, stieß er sogar einen anerkennenden Pfiff aus. Doch als der Drache seine weiteren Pläne erläuterte, gewann der Südländer etwas von seiner Selbstsicherheit und seiner forschen Art zurück.

„Ihr habt noch nicht viele Seeschlachten geschlagen.“ Es war keine Frage. „Da draußen liegen fünf Galeeren. Auch bei zerstörtem Heckruder sorgen zwanzig Ruderpaare für gute Manövrierbarkeit. Und eine Übermacht von fünf Schiffen zu versenken oder gar zu kapern scheint mir ein reichlich motiviertes Vorhaben zu sein. Einschüchterung ist ein Stichwort, das mir gefällt. Das Gesindel zu vertreiben, wäre ausreichend. Ihr seid doch ein Drache, könnt Ihr nicht Feuer spucken? Seeleute fürchten das Feuer.“

Bei der Frage nach den Piraten zuckte der Kapitän mit den Schultern. „Die Besatzungen sind so gemischt, wie die Besucher eines Hafenbordells. Wenn Ihr Pech habt, oder sagen wir, wenn ihr viel Pech habt, ist ein Walfänger mit griffbereiter Harpune dabei. Und dann wäre es vielleicht nicht so gut, unter den Schiffen wegzutauchen.“ Das war zwar wirklich äußerst unwahrscheinlich, aber Ben Halassi wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ihr Vorhaben für einen Drachen zwingend ungefährlich war.

„Gefangene Piraten erwartet nur der Galgen, das wäre unnötiger Aufwand. Fliehende Piraten hingegen können berichten, dass es nicht lukrativ ist den Hafen von Drachenauge zu blockieren. Selbst dann nicht, wenn die königliche Flotte nicht vor Anker liegt. Diese Leute arbeiten… gewinnorientiert. Mit einer Blockade können sie mit viel Glück ein Schiff abfangen. Ankommende Schiffe werden aber in aller Regel auf einen anderen Hafen ausweichen. Es besteht die Möglichkeit, dass einer der Kapitäne im Hafen die Geduld verliert und versucht sich im Schutz der Dunkelheit davonzustehlen. Ein Schiff im Hafen kostet und erzielt keine Gewinne. Ein solches Schiff könnten sie aufbringen. Der Wahrscheinlichste Fall ist aber, dass sie ein Lösegeld dafür bekommen den Hafen wieder freizugeben. Wenn es uns gelingt diesem Gesinden einen richtigen Schrecken einzujagen, lösen wir damit nicht nur diese Blockade sondern beugen auch künftigen vor.“ Wobei ein oder zwei erbeutete Schiffe natürlich noch ein willkommenes Sahnehäubchen wären.

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #676 am: Do., 11. Jul 2019, 23:15 »

Das Angebot des Händlers war interessant. Eine Hafenlizenz, damit er handeln durfte? Vielleicht hatte es damit zu tun, dass er sich in Drachenauge befand, dem Zentrum von Taliesins Macht und Einfluss. Das Angebot war jedenfalls nicht schlecht. Eine Bezahlung von Waren im Wert von 50 GM an nur einem Nachmittag, zusammen mit der Lizenz?

Der Drache nickte knapp. "Einverstanden."

Was ihn faszinierte war, wie bereitwillig die Menschen auf sein Blendwerk eingingen. Im Prinzip sprachen sie mit einem magischen Konstrukt, gelenkt von seinen Vorstellungen und für ihre Sinne projeziert. Dafür waren die Erklärungen ebenso nicht zu verachten.

Der falsche Pfennigfuchser blinzelte, nachdem sowohl der echte Pfennigfuchser, als auch der Kapitän sich erklärt hatten. "Ihr habt Recht, ich habe keine Erfahrung im Kampf gegen Schiffe und ihre Besatzungen. Wenn es euch genügt sie in Schrecken zu versetzen, so werde ich dies tun."

Die Haut des Blendwerks schien ganz langsam, aber doch merklich zu altern, während es sprach, wurde Faltig und bekam Altersflecken, während sie sich immer dünner über die Knochen spannte. Die Augen sanken ein und wurden dunkler, bis sie wie Abgründe wirkten, die Zähne wurden zu spitzen Fängen, die Kleidung wirkten abgetragen, Jahrhunderte alt. Das so echte Abbild von Pfennigsfuchser wurde zu einem Alptraum. "Wir haben genug von dem gesehen, was aus Taros kommt... wird werden ihnen reichlich Gründe geben können, nie wieder diesen Teil von Aylann aufzusuchen."

Das Abbild lachte phlegmatisch, doch ein Augenblinzeln reichte bereits, eine kleine Unachtsamkeit, und alles war wieder normal, der Spuk vorbei und das Lachen ein Fröhliches.

"Macht euer Schiff bereit Kapitän."
, sprach der Drache mit einem grollenden Unterton. "Ich werde euch Bescheid geben, sobald die Formation der Piraten in Unordnung gerät."  Mit diesen Worten wandte er sich um. Von dem falschen Pfennigfuchser fehlte bereits jede Spur, als der Wasserdrache ins Wasser des Hafenbecken glitt und abtauchte. 

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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #677 am: Sa., 13. Jul 2019, 21:01 »

Der Drache stimmte der Planändrung zu und der Kapität verneigte sich leicht vor ihm. Es war leider nicht selbstverständlich, dass ein Offizier auf Fachleute hörte. „Ben Halassi“, stellte der Südländer sich mit vor der Brust gekreuzten Armen vor. Das schien ihm zweckmäßiger als dem Schuppenwesen den Traditionen des Nordens folgend die Hand hinzustrecken. Die Klauen des Drachen schienen nicht wirklich dazu gemacht zu sein, Hände zu schütteln. Auch wenn Pfenningfuchser dem Hauptmann sicher schon mitgeteilt hatte, wen er zu dieser Besprechung hinzugezogen hatte, schien es angemessen sich als Bekundung des Respekts nochmal vorzustellen.

Die weitere Demonstration von Darius‘ Können war sehr beeindruckend und der Kämmerer wurde regelrecht weiß im Gesicht. „Stellt so etwas nie wieder mit meinem Antlitz an“, keuchte er und kramte irgendwo unter seinem Schreibtisch eine Flasche mit hochprozentigem Inhalt hervor.

„Die Sturmschwalbe wird bereit sein“, versicherte Ben Halassi und verließ ohne weitere Formalitäten das Kontor.

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #678 am: Do., 18. Jul 2019, 13:40 »

Darius glitt in das Hafenbecken und fühlte sich sofort heimisch. Direkt am Hafen war die Oberfläche nicht so sauber, wie er es gerne gehabt hätte - Naka Duskeal warfen einige Dinge einfach ins Wasser - aber das kümmerte ihn nicht lange, während er in Richtung der Piratenschiffe schwamm. Die Welt unter den Wellen unterschied sich dabei auf angenehme Weise von der Oberfläche und gab ihm die Deckung, welche er brauchte um sich an die Schiffe unbemerkt anzunähern. Ungefähr dreißig Meter vor den Schiffen verharrte er und sah nach oben.

Er brauchte eine Ablenkung um sich an die Schiffe anzuschleichen und einige der Piraten ins Wasser ziehen zu können. Etwas Beeindruckendes...

Vom Hafen aus war der Fortschritt des Drachen nicht sichtbar. Bis auf ein paar Wellen, die sein Eintauchen verursacht hatte, war er verschwunden. Wer gute Augen hatte mochte jedoch etwas Merkwürdiges sehen. Wellen schienen vom Hafenkai aus zu der Blockade von Piratenschiffen zu gehen. Meeresschaum begann sich anzusammeln, wurde dichter und begann anzuwachsen. Der Schaum und die Wellen wuchsen weiter in die Höhe, begannen Form und Farbe anzunehmen, bis ein fünf Meter hoher Hibernus mit gleißenden Augen übers Wasser auf die Blockade zuschritt, wie ein zorniger Gott der Meere. Seine Füße waren von den Wellen umspült, sein Haupt zierte eine Krone aus Korallen und Seegras hing an seinem Mantel aus Seeschaum.

-14 Mana für Blendwerk (Meister) / 56 Wirkpunkte / Höhe 5,60 m
« Letzte Änderung: Fr., 19. Jul 2019, 10:41 von Darius »
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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #679 am: Fr., 19. Jul 2019, 19:15 »

Am Bug des mittleren Piratenschiffes bohrte ein gelangweilter Seeräuber in der Nase. Er hatte die ermüdende Aufgabe abbekommen, Wache zu schieben. Als würden die feigen dragonischen Landratten plötzlich versuchen die Barrikade zu durchbrechen. Bestimmt nicht bevor ihr Kindkönig mit der Flotte von Woauchimmer zurückkehrte. Und nach der Flotte, hätte man den Horizont in Richtung des offenen Meeres absuchen müssen.

Plötzlich bildete sich Schaum im Hafenbecken und der Halsabschneider sah ihm mit mangels interessanterer Alternativen dabei zu. Manchmal tat die See seltsame Sachen. Vor allem im schmutzigen Wasser nahe einer Stadt. Doch als der Schaum immer mehr wurde, die Wellen beachtliche Höhe erreichten und sich ihre Farbe änderte, begann er sich doch langsam zu wundern. Noch ehe er die große Gestalt darin ausmachte, schrie er lauthals „Alatm! Alarm!“ Doch um alle seiner Kammeraden aus ihren tiefen Rumträumen zu wecken, hätte er vermutlich eines der Bordgeschütze abfeuern müssen.

Doch immerhin ein paar schläfrige Gestalten kamen an Deck gekrochen und stimmten sogleich in sein panisches Geschrei mit ein. „Beim Barte meiner Großtante, wenn das nicht der Meeresgott selbst ist!“ Doch was hatte dieser ausgerechnet in einem Hafen zu suchen? Trotz der dunklen Ringe unter ihren Augen, war alle Müdigkeit wie weggewischt. Zwei besonders unappetitliche Vertreter des Lumpenpacks begannen hektisch damit ein Bordgeschütz auf das riesige Wesen auszurichten.

***

An Bord der Sturmschwalbe hingegen brach Ben Halassi in schallendes Gelächter aus. „Eine riesige Elf! Ich diesen Drachen lieben! Wird nicht müssen uns sagen, wann unruhig genug zum greifen ein.“ Die Männer auf den Ruderbänken stimmten dieser Einschätzung laut grölend zu. Sie waren bereit sofort zuzuschlagen.
« Letzte Änderung: Fr., 19. Jul 2019, 19:15 von Phelan »
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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #680 am: Fr., 19. Jul 2019, 23:34 »

Der riesige Elf schreit weiter auf die Schiffe zu, unbeeindruckt von irgendwelchen Vorbereitungen an Bord. Darius nutzte diese Ablenkung, um sich selbst in Position zu bringen. Er tauchte kurz und leise hinter den Schiffen auf, deren Mannschaften durch sein riesiges Blendwerk mehr als ausreichnd abgelenkt waren. Von allen Schiffen suchte er sich jenes aus, welches die meisten Männer momentan an Deck hatte und tauchte wieder ab, nur um wieder aufzutauchen, als ein kleiner Teil der Mannschaft sich anschickte, ein Geschütz auf sein Werk zu richten.

Wasser spritzte, als er praktisch aus dem Wasser explodierte wie ein zuschnappendes Krokodil. Der Eisdrache fegte über das Deck des Schiffes hinweg, schnappte sich die Beiden Piraten und verschwand wieder über die Reling in der Fluten. Ein Zupacken seiner Klauen und eine kurze Anstrengung später war von den Beiden nicht mehr übrig als zwei Leichen, welche zum Hafenbecken sanken. Zur Oberfläche breitete sich Blut aus an der Stelle, an welcher der Drache und die Beiden Piraten in den Wassern verschwunden waren.

Der 'Meeresgott' indes schritt weiter direkt auf die Piraten zu, sein strafender, strahlender Blick auf sie gerichtet. Es sah nicht aus als wollte er anhalten, sondern eher als wollte er die Piratenschiffe direkt unter seinen Füßen zerschmettern.

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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #681 am: Sa., 20. Jul 2019, 13:14 »

Die beiden Lumpen hatten das Geschütz geladen und richteten es mit zittrigen Händen auf den Reisen mit dem Meerschaummantel, als direkt neben ihnen eine gewaltige Echse durch die Wasseroberfläche brach. Noch ehe sie reagieren konnten, bohrten sich lange spitze Zähne in ihre Leiber. Einen Herzschlag später verwand das Ungetüm mit ihnen in den Fluten und zog eine rote Spur hinter sich her.

Mit dem Mut sturzbesoffener Seeleute nahmen sofort zwei andere Piraten den Platz am Geschütz ein und lösten den Mechanismus aus, der einen riesigen Bolzen auf den Seeriesen zuschnellen ließ. Das Geschoss bohrte sich in die große Gestalt und durchdrang sie, als würde sie nur aus Meerschaum bestehen. Die Piraten johlten, verstummten aber schnell als jede sichtbare Wirkung ausblieb.

In den Trubel bisher unbeachtet, näherte sich eine weitere Bedrohung der in Bedrängnis geraten mittleren Galeere. Sich perfekt im Gleichtakt bewegende Ruder ließen ein Drachenboot, an dessen Seitenwänden in nordischen Runen Sturmschwalbe stand heranschnellen.

Gerade im richtigen Moment wurden die Ruder eingezogen und der verbleibende Schwung brachte das Schiff so nahe an die Galeere heran, dass sich die Rümpfe fast berührten. Im Vorbeigleiten sprangen ein Dutzend Krieger auf das Piratenschiff, um das Chaos zu nutzen. Keine zehn Herzschläge später nahmen die Ruderer ihre Arbeit wieder auf, um eine der anderen Galeeren, die alle panisch dabei waren den Rückzug anzutreten, zu verfolgen.

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #682 am: So., 21. Jul 2019, 18:35 »

Eines der Schiffe war dank dem Eingreifen der Sturmschwalbe dabei geentert zu werden, doch Darius bekam davon nicht viel mit. Er wusste nur, dass es sich bei diesem Schiff nicht um Piraten handelte, da es Neu dazugekommen war. Dafür schwamm vor diesem Weg auf jenes Schiff zu, welches von der Sturmschwalbe verfolgt wurde und strengte sich an das Piratenschiff einzuholen. Am Ende gelang es ihm immerhin ein paar der Ruder, welches ins Wasser getaucht wurden, mit seinen Kiefern und Pranken zu packen und entweder zu zerbrechen oder gleich unter Wasser zu ziehen, was das Schiff hoffentlich verlangsamen würde, damit Kapitän Halassi die Piraten einholen konnte.

Sein Blendwerk indes war als Konstrukt des Geistes und der Magie völlig unbeeindruckt von dem Bolzen, welcher durch es hindurchflog. Durch die Gedanken seines Meisters, wandte der Zauber sich von seinem momentanen Ziel ab und sah zu einem der Anderen fliehenden Schiffe. Ein Lächeln erschien auf dem Gesicht des riesigen Elfen, das gleiche Lächeln wie das eines Haifisches, mit den gleichen Reihen an Rassiermesserscharfen Zähnen. Das Blendwerk schien kurz in die Hocke zu gehen, dann sprang der riesige Elf in die Luft, als wäre es das normalste auf der Welt und fuhr wie ein Katapultstein auf das fliehende Piratenschiff hernieder. Das wäre an sich schon schlimm genug gewesen.

Doch das war Irator nicht gut genug.

Nein, das Blendwerk veränderte sich ein letztes Mal. Der Meeresgott wurde zu einer Wolke an heißen, bläulich weiß Lodernden Flammen, fast sechs Meter im Durchmesser, welches eine höllische Hitze abzustrahlen schien und sie landete direkt auf dem Deck des Schiffes - jetzt musste natürlich erwähnt werden, dass es nur eine Illusion war. Keiner wurde wirklich verletzt, selbst wenn die Flammen an den Armen und über das Holz des Decks leckten. Hitze und Schmerz würden sofort wieder verschwinden... doch dafür mussten die Piraten über Bord springen um der täuschenden Wirkung des Zaubers zu entgehen. Das Knacken und Lodern wurde schnell begleitet von Geräuschen, die eigentlich nicht sein sollten... denn Irator war schon genug Untoten und Dämonen begegnet um ein gar höllisches Konzert geben zu können. Irres Gackern, Schreie, Rufe, Weinen, all das wurde an Bord des Schiffes entfesselt, als suchte der Klabautermann persönlich die Piraten heim.
« Letzte Änderung: So., 21. Jul 2019, 18:57 von Darius »
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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #683 am: So., 21. Jul 2019, 23:24 »

Die zwölf Krieger fegten über die Galeere wie ein Herbststurm. Furcht und Alkohol hielten die Piraten in ihren lähmenden Klauen und sie hatten den durch die Hafenblockade frustrierten Seeleuten, die Ben Halassi in Windeseile zusammengetrommelt hatte, wenig entgegenzusetzen. Niemand gab sich Mühe einen Teil der Korsaren lebend gefangen zu nehmen. Sie hätten ohnehin bald ein Ende auf dem Richtbock gefunden.

Unterdessen zerbrach der Eisdrache einige Ruder des verfolgten Schiffes. Sofort passte der Kapitän der Sturmschwalbe seien Kurs an, denn die Galeere beschrieb einen Bogen, den er vorausgesehen hatte. Bis die Ruderer auf der unversehrten Seite ihre Schlagzahl angepasst hatten, war es bereits zu spät.

Das Drachenboot war fast heran und als das flammende Geschoss ihre Beute traf, schallte Ben Halassis Stimme über die höllische Kakophonie hinweg: „Der Drache sein gut in machen Angst! Nicht aufhalten lassen, uns drohen kein andere Gefahr als Priraten mit volle Hosen.“ Seine Männer schienen ihrem Kapitän zu vertrauen, obwohl ihnen alle Sinne Warnungen entgegenschrien.

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #684 am: Mi., 24. Jul 2019, 10:11 »

Unter Wasser sah die Schlacht auf der Oberfläche ganz anders aus. Die Ruder der Menschen wühlten und schäumten das Wasser auf, als die Rümpfe ihrer Schiffe vorwärtspfügten. Aus Vorsicht hielt er sich an den Flanken der Schiffe. Er wollte keinesfalls von diesen gerammt werden oder in den Sog ihres Kielwassers gesogen werden. Die Erfahrung hatte er schoneinmal gemacht und er wollte sich hier und jetzt nicht blamieren. Es war immerhin schon schwer genug sein Blendwerk aufrecht zu erhalten, wenn er das Geschehen nur von unten beobachten konnte.

Hier und da fielen Gestalten über Bord ins Wasser und Darius kümmerte sich darum, dass sie nie wieder auftauchten. Die Fische würden viel zu fressen haben, wenn er hier fertig war. Eine gute Art und Weise, wie die Menschen an die Natur zurückgeben konnten.

Aufmerksam verfolgte er den Kurs der Sturmschwalbe, bis diese nahe an dem zweiten Piratenschiff war und er ließ sein Blendwerk verstummen. Die Flammen sanken wie geisterhafte Lichter durch die Planken des Schiffes nach unten ins Wasser. Der Zauber würde sich sowieso bald auflösen, aber er konnte ihn noch ein letztes Mal nutzen, indem er sich in die weißen Flammen hüllte wie ein Elementar. Ein wenig erinnerte er abei an den Mihtrillion, jenen uralten Feuerdrachen, welcher mehr aus Flammen als aus Fleisch und Blut bestand. Er selbst wirkte sicher wie ein rachsüchtiger Geist, wenn man nicht in der Lage war das Blendwerk zu durchschauen.

So war der Werk frei für die Mannschaft der Sturmschwalbe  und ihren Kapitän. Von einer Seite wurde das Piratenschiff geentert... von der anderen Seite nahm er selbst Anlauf, wie ein Wal der auftauchte. Es war gut, dass die Bordwand des schnellen Piratenschiffes nicht besonders hoch war. So schaffte er es zum zweiten Male an Deck - sein Aufprall ließ das Schiff leicht schaukeln - doch diesmal würde er für den Kampf bleiben. Die Kampfrufe der Männer wurde mit einem Brüllen von seiner Seite beantwortet und er fiel über die Piraten in seiner Nähe her.

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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #685 am: Mi., 24. Jul 2019, 23:51 »

Als die Besatzung der Sturmschwalbe die Galeere enterte, traf sie auf wenig Widerstand. Die meisten Piraten hatten im kalten Wasser Rettung vor den sengenden Flammen gesucht. Gefunden hatten sie die mit gefährlich spitzen Zähnen bewehrten Kiefer eines Eisdrachen. Wie kleine Wolken breitete sich ihr Blut im Wasser aus und würde noch weitere Jäger anlocken.

Die letzten tapferen oder wasserscheuen Seelen auf dem Deck wurden durch den brennenden Drachen so verängstigt, dass sie Ben Halassis Mannen keinen ernsthaften Kampf lieferten. Tot oder lebendig wurden sie ins Meer gestoßen, wo sie mit ziemlicher Sicherheit ihr nasses Grab finden würden.

Doch auch nachdem der letzte Seeräuber vom Deck gefegt worden war, zögerten die Matrosen das Schiff in Besitz zu nehmen. Da war immer noch der brennende Drache, vor dem sie sehr respektvoll Abstand hielten. Es war der südländische Kapitän, der schließlich mit einer Verbeugung vortrat. „Viel gepriesene Dank, werte Hauptmann! Das Hafen ist wieder frei und wird es bleiben lange Zeit hoffentlich, wegen viele Geschichte von Monster in Drachenauge. Wenn einverstanden Hafenmeister sollen entscheiden wegen erbeutete Schiffe?“


Währenddessen stand der Verwalter Christopherus Pfennigfuchser am Kai und versuchte vorauszuahnen, wie weit sich die Gerüchte, um die heutige Schlacht, noch aufblähen würden, bis sie die Villen der Mächtigen erreichten. Schon jetzt hatte etwas von einem Riesen, einer Seeschlange und einem Drachen gehört. Glaubten die Leute ernsthaft daran, dass die Stadt solche Kreaturen unter Kontrolle hatte? Und wochenlang wartete, sie einzusetzen? Er hoffte, dass er heute nicht größere Probleme geschaffen als gelöst hatte…

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #686 am: Do., 25. Jul 2019, 00:18 »

Dank uraler Instinkte war Darius äußerst zufrieden mit dem Ergebnis seiner Mühen. Selbst die Reaktion seiner Verbündeten taten seiner guten Stimmung keinen Abbruch, aber da die Piraten nun alle geflohen oder tot im Hafenbecken lagen, ließ er zu, dass sich der Blendwerkzauber in einer Schneewolke verflüchtigte, welche rasch davon geweht wurde. Nun stand er ganz normal auf dem Deck, während Ben Halassi über ihn preiste und bereits die Aufteilung der Beute besprechen wollte.

Das Gerücht über das Monster von Drachenauge gefiel dem Eisdrachen sehr. Besonders seiner dunklen Seite. Vielleicht würde es dank dieser Geschichte eine Weile dauern, bis der Hafen wieder belagert wurde. Hier ging es immerhin um Gold und kein Drache würde sich jemals einfach bestehlen lassen.

Wesentlich zahmer als zuvor, ließ er sich auf seine Hinterläufe nieder und antwortete in gemessenen Tonfall. "Danke Kapitän. Ihr und eure Männer habt ebenfalls gute Arbeit dabei geleistet die Schiffe zu erobern. Lasst mich eben den Hafenmeister benachrichtigen."

Er drehte seinen Kopf leicht zur Seite, nur um ein Zeichen zu geben, dass seine Gedanken auf den Hafen gerichtet wurden und er kontaktierte Pfennigfuchser. "Hafenmeister. Kapitän Helassi und seine Männer haben zwei der Schiffe erobern können, während der Rest der Piraten in die Flucht geschlagen wurde. Wir werden euch die Entscheidung überlassen, was mit diesen Schiffen geschehen soll. Ich denke damit sollte mein Teil unseres Handels erfüllt sein."

Für die Antwort ließ er die gedankliche Verbindung bestehen, während er sich wieder dem Südländer zuwandte. "Ich muss zugeben, dass mir diese Jagd zugesagt hat. Ich könnte Geschmack daran finden Schiffe zu jagen. Natürlich nur Piratenschiffe... oder Sklavenhändler. Es war mir eine Ehre mit euch zusammenarbeiten zu können. Ich habe heute dank euch so einiges gelernt, was den Kampf zur See angeht.", bedankte er sich artig bei dem Menschen.
« Letzte Änderung: Do., 25. Jul 2019, 00:21 von Darius »
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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #687 am: Sa., 27. Jul 2019, 13:18 »

Ben Halassi verneigte sich mit über der Brust gekreuzten Armen und ließ dem Drachen Zeit den Hafenverwalter zu verständigen. Einen Augenblick überlegte Pfenningfuchser, ob er erwähnen sollte, dass Hafenmeister eigentlich eines von mehreren Ämtern Tamir von Salis‘ war, doch dann übermittelte er nur: “Habt Dank für Eure Unterstützung werter Hauptmann Darius. Und Euer Vertrauen, mir die Entscheidung über die Schiffe zu überlassen, ehrt mich.“ Christopherus war schon gespannt, welchen Profit der Freiherr aus den erbeuteten Schiffen schlagen würde. Sie sich einfach beide anzueignen, hätte den Bogen überspannt. “Ich habe Euch bereits auf der Liste von Lizenzinhabern eingetragen und Euer Guthaben von 50 Goldmünzen in den Büchern vermerkt. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch unsere spärliche Auswahl an Waren ansehen. Oder Ihr kommt wieder, wenn neue Schiffe den Hafen erreichen.“

„Die Ehre war auf der meinen Seite“, erwiderte der Kapitän, nachdem das in Gedanken geführte Gespräch beendet war. „Und wenn Piraten werden unvorsichtig wieder, wir können vielleicht wiederholen Jagd wie diese. Auch habe ich gelernt viel über Möglichkeiten von magische Drache. Ich hoffentlich nie werden erzürnen welche.“
« Letzte Änderung: Sa., 27. Jul 2019, 13:19 von Phelan »
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Secundus M Hora

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #688 am: Do., 01. Aug 2019, 07:48 »

Ein Handelschiff aus Tarak hat am Abend zuvor in der Hauptstadt des Reiches angelegt. Die Händler bieten viele exotische Waren feil, zeigen jedoch ebenso großes Interesse an Waren, die in ihrem Land von großer Seltenheit sind.

Export
2 Holz für je 25 GM
1 Erz für 50 GM
12 Torf für je 10 GM
8 kleine Manatränke für je 25 GM

Import
11 Kreide für je 5 GM
8 Alabaster (SRT: Stein) für je 15 GM
4 Gebetsperlenketten für je 35 GM
5 zweischneidige Jagdmesser (SRT: Dolch) für je 150 GM

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Darius

Re:Der Hafen zu Drachenauge
« Antwort #689 am: Do., 01. Aug 2019, 08:36 »

Die Backenflossen des Eisdrachen flatterten leicht, als sich Pfennigfuchser bei ihm für seinen Einsatz bedankte. "Es war mir ein Vergnügen. Die Piraten haben Dragonia geschadet und niemand sollte bloß dabei zusehen, wenn der eigene Hort bedroht wird. Ich werde wiederkommen, wenn die nächsten Handelsschiffe hier eintreffen. Namárië!*"

Dass er mit seiner Antwort andeutete das ganze Reich Dragonia als Teil seines Hortes oder eines Hortes zu bezeichnen mochte ein wenig größenwahnsinnig sein, doch erleichterte es ihm die Entscheidung ungemein den Hafen zu verteidigen. Immerhin hatte er auch etwas davon, wenn die Naka Duskeal mit ihrem Handel mehr verdienen konnten... auch wenn er es als Schande empfand, dass niemand sonst etwas unternommen hatte, bis er kam. Diese Gedanken behielt er jedoch für sich.

Stattdessen wandte er sich wieder Ben Halassi zu. Der Naka Duskeal gefiel ihm mit seinem Sinn für Geschäft und Abenteuer. "Hmmm, es wäre mir eine Freude wieder einmal mit euch auf Jagd zu gehen, Ben Halassi." , grollte er amüsiert, bevor er kurz darauf nachdenklich seinen Kopf zur Seite neigte. "Das wäre ein Kunststück, welches mir selbst noch nicht gelungen ist. Ich wünsche euch viel Glück dabei. Falls ihr mich erreichen wollt, so sendet Nachricht nach Nuru in die Kaserne. Sie wird mich dort erreichen. Bis dahin, Lebt wohl"

Er senkte seinen Kopf leicht zum Abschiedsgruß, dann sprang er wieder von Bord. Mit kräftigen Flügelschlägen gewann er schnell an Höhe und die Schiffe wurden kleiner unter ihm, während er einmal über ihnen kreiste und dann nach Süden entschwand.

-Später-

Die Gelegenheit seinen Hort zu erweitern, sei es nun materiell oder mit neuen Erfahrungen, ließ sich kein Drache entgehen, der etwas auf sich hielt. So sah auch Darius einige Sonnenumläufe später wieder im Hafen vorbei, um sich die Waren der Händler anzusehen. Da er etwas Kredit hatte, konnte er auch unbesorgt wählen was ihm gefiel.


Für seine 50 GM Kredit wählt Darius 3x Kreide und 1 Gebetsperlenkette, + 1 Hafenlizenz

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