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   Autor  Thema: Der Alte Wald (Serafina und die Freien) (Gelesen 1964 mal)
Aponi´Kasa

Re:Der Alte Wald
« Antwort #105 am: Sa., 27. Mai 2017, 16:04 »

Honanis Ohren bewegten sich in einem Nicken vor und zurück. Langsam erhob er sich aus seiner hockenden Stellung, richtete sich zu einer buckligen Haltung auf und griff nach seinem Stab.

"Die Geister lügen niemals. Sie zeigten mir den Schwarzen und die starken Führer. Die Alphas leben, denn Côr tötet nur die Schwachen. Ein Arm bewegt sich nicht von selbst. Der Knochen ist schwach ohne starke Muskeln. Ihr Wille wird gebrochen werden. Sie werden willfährige Diener sein. Sie sind es, die ihr suchen müsst. Stehlt sie, zumindest einen von ihnen, den Stärksten, und schafft ihn zum See der Tränen. Pandea wird kommen, um ihn zurückzuholen. Oder um ihn zu bestrafen, da sie seinen Verrat vermutet."

Honani hatte langsam und bedächtig gesprochen, als erzähle er eine Geschichte, die längst geschehen war. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich um und humpelte ein wenig steif davon.

Wamblee wartete zwischen den Bäumen auf ihn. "Da haben wir unser Lockmittel. Holt den Weißen, wie hieß er doch noch gleich?"

"Endris", keuchte Aponi'Kasa erschüttert. Ihr Herz raste. Er lebte. Sie konnte die Rudelmagie nicht durchtrennen. Nicht jetzt. Endris würde ihr nicht mehr vertrauen, wenn sie auszogen ihn zu retten.

"Wo? Wo ist er?", rief sie dem Wolfsschamanen hinterher.

"Ich sah einen Wall aus schwarzem Stein, die Zinnen einer Burg, doch nur ein Turm erhebt sich so hoch, wie er sich in die Tiefe schraubt", antwortete Honani.

Sein Tonfall machte deutlich, dass er nicht gewillt war noch mehr preiszugeben. Vielleicht wusste er es auch einfach nicht genauer. Hilflos, weil ihr dieses Bild keinen Hinweis gab, warf Aponi'Kasa ihrem Hauptmann einen Blick zu.

« Letzte Änderung: Sa., 27. Mai 2017, 16:05 von Silvana »
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Amarok

Re:Der Alte Wald
« Antwort #106 am: So., 28. Mai 2017, 15:39 »

Amarok war äußerlich still wie eine Statue, doch seine Gedanken waren geschwind. Wenn Côr die Stärksten der Wilden Jagd verschont hatte, dann war es wahrscheinlich, dass er sie eher früher als später wieder aufbauen wollte. Ob Shir Khan dann noch ihr Anführer sein würde war ungewiss.

Die einzelnen Informationen, welche ihm hier zugeworfen wurden, gaben ihm nur mehr Rätsel auf.
Sie sollten einen der versklavten Alphas entführen... und dann auch noch Endris selbst?

Honanis letzte Worte sorgten dafür, dass er seine Augen schloss und sich konzentrierte, daher bemerkte er den Blick von Aponi'kasa erst nicht. Die Beschreibung eines hohen Turmes rief ihm ein Bild ins Gedächtnis, welches Danglathas ihm gesandt hatte. Myriel, mit den beiden Drachenwelpen an ihrer Seite, wie sie von einem hohen Turm hinabsahen.

"Myriel oder Tehanu"
, grollte er plötzlich, schnaufte und öffente seine Augen wieder. "Wir brauchen die Hilfe von jemanden, der sich in Taros auskennt. Das wird einiger Vorbereitung bedürfen."


Nun sah er selbst Aponi'kasa an und sandte ihr einige seiner Gedanken. "Ich weiß nicht, ob ich bei dieser Sache viel tun kann. Mein Geist könnte vollkommen zerrüttet werden, wenn ich nocheinmal nach Taros gehe. Ich würde ungern als Schwarzdrache oder Schlimmeres enden."

Es war ein Eingestädnis seiner eigenen Schwäche, aber es entsprach der Wahrheit. In letzter Zeit mutete er sich wieder mehr zu, aber es war immer noch mehr als bedenklich. Keinesfalls konnte er eine solch wichtige Mission gefährden. Er brauchte eine Versicherung...

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Aponi´Kasa

Re:Der Alte Wald
« Antwort #107 am: So., 28. Mai 2017, 21:35 »

Aponi'Kasa erschrak bis ins Mark.

"Ich soll ohne Euch nach Taros gehen? Aber... aber... das kann ich nicht! Und wer ist diese Tehanu? Und Herrin Myriel... gerade sagtet Ihr, Ihr wollt sie nicht mit der Dunkelheit in Berührung bringen, und jetzt..."

Der Lykana schwirrte der Kopf. Ratlos blickte sie hinter Wamblee und Honani her, die zwischen den Bäumen in der Düsternis des Waldes verschwanden.

"Was ist mit Meister Phelan? Soll ich ihn in unsere Überlegungen einweihen? Ich kann nicht einschätzen, wie vertrauenswürdig er ist, wenn es um die Wilde Jagd geht. Sein Verhalten im Dorf der Eohfír, es war so widersprüchlich."

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Amarok

Re:Der Alte Wald
« Antwort #108 am: So., 28. Mai 2017, 22:13 »

"Wer hat gesagt, dass ihr nach Taros gehen würdet?", kam es lakonisch von Irator und Darius legte gleich nach. "Wenn, dann ist dies eine Aufgabe für die Todgeweihten. Ich würde euch nicht gerne in jenen finsteren Landen wissen Aponi'kasa."

Nein, er wollte überhaupt niemanden den er auch nur im entferntesten mochte dort wissen. Alleine der Gedanke bereitete ihm Übelkeit. Er wandte seine Augen von den Formen der Beiden Freien Lykantrophen, die gerade im Wald verschwanden zu Serafina hin. Einige Zeit sah er sie einfach an, nein eher durch sie hindurch und schien in Gedanken versunken.

"Dann reden wir gemeinsam mit ihm." flüsterte er beinahe, bevor er sich räusperte und es nocheinmal lauter wiederholte. "Er weiß selbst um die Ereignisse am Wolfsfelsen. Wir werden sehen wie er reagiert. Soweit ich Phelan kenne ist er nicht darauf bedacht sich von Côr knechten zu lassen."
« Letzte Änderung: So., 28. Mai 2017, 22:51 von Darius »
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Aponi´Kasa

Re:Der Alte Wald
« Antwort #109 am: Mo., 29. Mai 2017, 19:16 »

Aponi'Kasa hatte keine Vorstellung von Taros. Was sollte ihr dort schon geschehen, was am Wolfsfelsen nicht ebenso mit ihr hätte geschehen können? Es war reines Glück gewesen, dass die Magierin der Eohfír Serafina um die Rettung ihres Sohnes gebeten hatte und die Lykana daher nicht zum Wolfsfelsen zurückgekehrt war.

"Ihr seid der Anführer der Todgeweihten. Wollt Ihr Eure Lanze allein losschicken? Sie kennen Endris nicht, und ich bezweifle, dass er ihnen freiwillig folgen wird. Sie müssten ihn mit Gewalt zum See der Tränen bringen. Es ist ungewiss, wie zerrüttet sein Geist sein wird, ob er mich erkennt, ob er mir vertraut, oder mich versucht zu verraten, doch ich würde meines Lebens nicht mehr froh, würde ich nicht versuchen Endris aus den Fängen Pandeas zu befreien. Ohne meine Sabotage, die das Leben der Menschenkinder rettete, würde sein Rudel vielleicht noch leben. Ich habe den Tod der Welpen auf dem Gewissen."

Eine Weile starrte sie wie auch Amarok in die Ferne. Versunken in Gedanken und den Bildern der Vergangenheit.

"Ihr habt Recht. Lasst uns gemeinsam mit Meister Phelan sprechen. Wo sollen wir uns mit ihm treffen?"

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Amarok

Re:Der Alte Wald
« Antwort #110 am: Mo., 29. Mai 2017, 19:44 »

Amarok zuckte verneinend mit seinen Ohren. "Ich würde sie nicht alleine ziehen lassen. Doch genauso kann ich momentan nicht nach Taros. Der dunkle Einfluss dort könnte genug sein um... mein erster Kontakt mit Taros nahm mir meine Familie. Der Zweite spaltete meinen Geist. Der Dritte hinterließ eine Narbe. Ich kann noch nicht abschätzen was die Vierte Begegnung an Wunden in meinem Verstand angerichtet hat. Das Letzte, was wir auf dieser Mission brauchen, ist jemand der durchdreht."

Er klang überhaupt nicht stolz auf sich, eher müde. Erschöpft. Er atmete tief ein und stählte sich. Wenn dieser Endris ihnen noch etwas Nutzen sollte, dann war Eile angesagt. Sonst blieb ihnen nur ein Sklave der Dunkelheit.

"Ihr seid nicht alleine Schuld an dem was passiert ist. Keiner von uns konnte diese Ereignisse voraussehen. Endris wusste mit wem er sich einließ. Shir Khan hat immerhin kein Gehemnis daraus gemacht auf wessen Seite er steht."
  Ein sardonisches Lächeln ließ sich schlecht auf diese Wolfskörper übertragen. Daher beließ er bei dem Gedankenkontakt. "Wir scheinen die Gemeinsakeit zu haben alle Schuld auf uns nehmen zu wollen, Aponi'kasa. Dabei hatten wir kaum Kontrolle über jene Ereignisse. Wir können uns wohl nur glücklich schätzen noch zu leben.""Was Phelan angeht, so werden wir ihn am Besten in der Roten Laterne aufsuchen. 'Griesgram' vertraut nur langsam und dort wird es sich zumindest etwas sicher fühlen.", schlug er vor und wandte sich zum Gehen. Hier hatten sie Alles erledigt und in Nuru konnten sie mehr ausrichten. Er drehte sich nocheinmal zu ihr um.

"Wollt ihr mit mir kommen Aponi'kasa? Oder braucht ihr noch etwas Zeit für euch alleine?"
« Letzte Änderung: Di., 30. Mai 2017, 12:13 von Darius »
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Aponi´Kasa

Re:Der Alte Wald
« Antwort #111 am: Di., 30. Mai 2017, 12:12 »

Als Amarok sich ihr öffnete, als er - wenn auch nur andeutungsweise - erzählte, was ihm Taros angetan hatte, lief Aponi'Kasa ein kalter Schauer über den Rücken. Ihre Nackenhaare sträubten sich, die Augen weit aufgerissen vor Entsetzen. Nein, sie konnte ihm nicht noch mehr zumuten.

"Ich glaube, ich verstehe jetzt, was es mit diesem Land auf sich hat. Es ist nicht gut, dort zu sein. Großvater hat stets vermieden, von dem dunklen Land zu sprechen. Er sagte, von dort kommen die Alpträume. Allein von ihm zu sprechen, nährt seine finsteren Kräfte, die nur eines kennen: Zerstörung."

Als hätte sie Angst, es könne tatsächlich so sein, klappte die Lykana die Kiefer aufeinander. Ihre Ohren nickten Amarok zu.

"Bringen wir es hinter uns. Ich komme mit Euch, Hauptmann."
« Letzte Änderung: Di., 30. Mai 2017, 12:39 von Silvana »
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Amarok

Re:Der Alte Wald
« Antwort #112 am: Di., 30. Mai 2017, 12:37 »

"Gut. Ihr seid stark geworden Aponi'kasa. Was immer ihr zu sagen habt, Phelan wird euch anhören. Myriel überlasst ihr jedoch besser mir. Irator wird ihr wohl darlegen können, warum sie uns helfen sollte."

Geistig verglich er die Lykhan mit dem tapsigen Welpen, den er damals im Wald um Nuru getroffen hatte. Es war schlichtweg kein Vergleich. Die Serafina von damals hätte sich kaum in den Kampf gegen Dämonen geworfen oder einem Werwolf hinterher getrauert.

Der weiße Wolf erwiderte ihr Nicken. Es war Zeit nach Nuru zurückzukehren und einige Dinge zu klären. Er konnte nur hoffen, dass sich Phelan, als auch Myriel für eine solche Unternehmung gewinnen lassen würden. So verließen sie die Grenze von Wolfingen wieder, ohne den Ort betreten zu haben und verschwanden im Wald.

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Aponi´Kasa

Re:Der Alte Wald
« Antwort #113 am: Di., 05. Feb 2019, 08:16 »

~~~ sehr lange danach ~~~


Die ersten Tage mit Waheela hatte Aponi'Kasa in Lykhes alter Höhle verbracht. Innerlich spürte sie deutlich, dass sie mit vielem abschließen musste. Lykhe würde nicht zurückkehren. Endris war nicht das geeignete Vorbild für einen Welpen. Der einzige Weg, den Aponi'Kasa für sich und das Kleine sah, war der Rückzug in den Alten Wald. Zurück zu Wamblees Rudel, das sich auf eine große Reise vorbereitete. Genau wie vor Monden die Rudel des Shir Khan, wollte auch das Rudel der Freien aus dem Alten Wald das Land Dragonia verlassen und sich ihrem obersten Anführer anschließen. Eine lange Reise zu Baghira in die Nordlande stand bevor. Aponi'Kasa beschloss sich ihnen anzuschließen. Großvater war beim Orden des Seins gut untergebracht. Es war also alles geregelt.

Und so verließen Wamblee und die ihren den Alten Wald. Zurück blieben jene einsamen Wölfe, die sich ungern jemandem anschlossen und lieber allein für sich jagten. Für Aponi'Kasa wurde es eine neue aufregende Reise fern von ihrer Heimat.

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